Schulgeschichte Kleinheubach - Vor dem Schulverband

Obwohl Kleinheubach bereits 1560 in den Besitz der Grafen von Erbach gelangte, findet sich der Ausgangspunkt der Kleinheubacher Schule eine ganze Ecke später: 1580. Es erfolgte die Ausgabe für das erste Schulhaus (Ziegeln für das Dach) und knapp 10 Jahre später die erste Besoldung für den "Schuldiener" (er erhielt 30 Gulden, 4 Kreuzer in bar und 4 Malter Haber).

1726 wird zum ersten Mal das zweite Schulhaus erwähnt, in einer Bittschrift des Schulmeisters Kaspar Roth an den Fürsten Dominicus, worin er berichtete, dass die momentane Schule nur unter Lebensgefahr bewohnbar sei. Die Schule bestand aus einem Kämmerchen, einer Küche und einer Stube, in der der Lehrer unterrichtete und mit seiner Familie wohnte. Daraufhin wurde also das dritte Schulhaus errichtet, in dessen Obergeschoss die gemeindliche Handarbeitslehrerin wohnte.

1794 verkaufte man das zweite Schulhaus für 322 Gulden.

Nun verschwindet die Schule einige Zeit aus den Dokumentationen und taucht erst im 20. Jahrhundert wieder auf im Zusammenhang mit einer Renovierung des dritten Schulhauses im Jahre 1952.

1954 waren es schon drei Schullehrer, die neben dem Schulleiter unterrichteten. Das Schulhaus in der Marktstraße war Eigentum der Gemeinde, und das alte Schulhaus gehörte der evangelischen Kirchengemeinde.

Schliesslich begann man 1962 mit dem Bau eines neuen zweigeschossigen Schulgebäudes auf dem ehemaligen Hofgartengelände, wo die vierte Schule entstand und am 03.05.1964 eingeweiht wurde.

Schulleiter der neuen Schule wurde 1969 Julius Neupauer.

Volksschule Kleinheubach: Handlungs- statt Defizitorientierung


Insgesamt gehören drei Schulhäuser zur Verbandsschule Kleinheubach. Außer in Kleinheubach wird zudem in den Außenstellen Laudenbach und Rüdenau unterrichtet.

Dadurch werden alle an der Schule tätigen zu großer Mobilität und viel Kommunikation gezwungen, was nur funktionieren kann, da das Lehrerkollegium ein erfahrenes Team ist, das über die Jahre zusammengewachsen ist. Hier sieht man es als Aufgabe und Verpflichtung, individuelle Anlagen und Talente zielgerichtet zu fördern.

Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht stets die Unterrichtsqualität. Auch Migranten und andere benachteiligte Schüler sollen sämtliche grundlegenden Techniken, besonders in den Fächern Deutsch und Mathematik, erlernen und dem Alter entsprechende Standards erfüllen. Um dies zu gewährleisten unterrichtet man handlungsorientiert und richtet das Lernen nicht defizitorientiert aus und konzentriert sich stattdessen auf die Stärken der Kinder.

Des weiteren strebt man permanente Stärkung von Arbeitsverhalten und sozialer Kompetenz an, damit jeder Schüler grundlegende Qualifikationen aufweisen kann.

Dabei ist es für alle Beteiligten unverzichtbar, ein hohes Maß an Transparenz und Objktivität an den Tag zu legen, um so ein Klima zu schaffen, das den Weg zu den gesteckten Zielen ebnet.